Der Februar wartete mit einigen sehr sonnigen Tagen auf. Wir beobachteten das Ganze mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Natürlich freuten wir uns über die steigenden Erträge, doch gleichzeitig wurde uns bewusst, wieviel mehr wir hätten einfahren können, wenn die Verschattung nicht wäre. Bald - Ende Februar, Anfang März - ist die Verschattungszeit vorbei.
Wirklich?
Bei Betrachtung dieses Fotos wurde mir klar, dass wir einen Schatten bekommen würden, je höher die Sonne stieg, durch den Empfängerarm unserer SAT-Schüssel. Zwar nur ein schmaler Arm von maximal 4 cm Breite, jedoch sehr dicht über den Modulen. Möglicherweise könnte uns das sogar einen Hotspot bescheren.
Die Auswertung der DC-Strom-Kurven (Beispiel 16.02.2008) zeigten bereits Ertragseinbrüche auf Strang 2 am frühen Nachmittag. Vormittags ist die Verschattung durch das Nachbarhaus viel stärker.
Als einfachste Lösung des Problems erschien uns, die SAT-Schüssel, die ja an einem Mast befestigt ist, nach oben zu schieben. Gesagt, getan: Am 17. Februar, an einem sonnigen, aber kalten Tag, kletterte mein Mann durchs Dachfenster aufs Dach und setzte die SAT-Schüssel um 30 cm höher. Bei der Gelegenheit konnte er gleich die Maße am Objekt abnehmen, so dass ich genauere Berechnungen durchführen konnte.
Die Berechnung ergab:
Vor dem Umbau setzte eine Verschattung bereits bei einer Sonnenhöhe von 24° ein. Nach dem Umbau ist erst ab 44° wieder eine Verschattung zu erwarten. Eine Verschiebung um weitere 10 cm nach oben wäre gerade noch möglich und würde den Grenzwinkel auf 59° bringen. Die Sonne erreicht am 21. Juni die größte Höhe von ca. 60°. Damit wäre ein Verlust durch die SAT-Schüssel annehmbar gering. Die Sonne erreicht dann erst ab 30. Mai die kritische Höhe, und ab dem 8. Juli wäre die Sonne wieder stets unterhalb des kritischen Winkels.
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