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März 2008

Endlich ist der März da, die Tage werden deutlich länger, die Sonne steigt höher. Am 5. März zeigt die Stromkurve bei Wechselrichter 1 noch einen kleinen Einbruch durch die Verschattung. Am 8. März ist das Ende der Verschattung erreicht!

Mit dem guten Februar und dem März haben wir die Verschattungsverluste seit Anfang des Jahres wieder reingeholt. Ende März sind wir im Soll. Die kalte Luft und schnell wechselnde Einstrahlung durch vorbeiziehende Wolken führte des öfteren zur Leistungsbegrenzung bei den Wechselrichtern. Meist betraf es nur Wechselrichter 1, da 1 Modul mehr dran hängt. Aber auch Wechselrichter 2 war mal in die Leistungsbegrenzung gelaufen.

April 2008

War der erste April noch erfreulich, folgten Tage mit Bewölkung und Regen. Am 7. April wurde es wieder besser. Am Abend dieses Tages fiel mir auf, dass Wechselrichter 1 schon abgeschaltet hatte, während Wechselrichter 2 noch lief. Das war ungewöhnlich. Eigentlich war es sonst eher umgekehrt. Später, bei der Auswertung der Daten von den Palm-Loggern, stellte ich fest, dass bei WR 1 das Programm sich aufgehängt hatte, die Daten waren nur bis 19:37 Uhr geschrieben. Da es zu Beginn unserer Aufzeichnungen öfter mal vorkam, dass sich der Palm aufhängt, dachten wir uns nichts dabei.

Am nächsten Tag schaute ich erst gegen Mittag auf die Palm-Logger und sah mit Schrecken, dass WR 1 überhaupt keine Daten lieferte! Ich schaute mir den WR draußen an - er war ausgeschaltet. Kein Lämpchen leuchtete. Die Sicherung war raus. Aber auch nach Einschalten der Sicherung ging der WR nicht mehr in den Einspeisebetrieb. Der gerufene Fachmann prüfte die Spannung an der Überspannungsschutzeinrichtung, den Durchgang der Kabel zum Wechselrichter. Und auch am Eingang des WR konnte er eine Spannung von 535 Volt messen. Das WR-Display sagte jedoch: Messung 0.7 Volt - Spannung zu klein.

Ein neues Gerät wurde umgehend bestellt. Es dauerte 2 Tage, bis das Austauschgerät da war und an die Anlage und ans Netz gehen konnte. Der 8. und 9. April waren für die Hälfte der Anlage komplett verloren, erst am 10. April ab 15:45 Uhr haben wieder alle 31 Module ihren Strombeitrag leisten können. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge sahen wir den Sonnenschein dieser Tage. Der Satz "Die Sonne scheint nur auf eine Hälfte unseres Daches" wurde zum Running Gag in diesen Tagen. Es muss wohl Murphys Gesetz sein: als der neue Wechselrichter kam, begann es zu regnen.

Wenn man anhand des Ertrages der 15 Module an WR 2 den verlorengegangenen Ertrag der 16 Module hochrechnet, sind uns durch den Wechselrichterdefekt 31 kWh durch die Lappen gegangen.

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